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© Matthew Pitts

Demons Embrace Wolf

Von Oliver Schröder, 04. Dezember 2017

„The primary motive for how we write, for how we perform, is to evoke or exaggerate some sort of collision.“ – Demons Prämisse fürs Musikmachen lässt einen harten Brocken erwarten. Also sitzt man da am Anfang von “Embrace Wolf” in Deckung, Helm auf dem Kopf, und wartet auf die berühmten 100 Tonnen, die vom Himmel herabzufallen drohen.

„(telebrothy)“ sorgt dann erst einmal für einen satten Geröllschauer, der aber zügig weiterzieht Gitarrenriffs werden eben noch schnell stolpernd ins Drumkit geworfen und bleiben dort fiepend stecken. Erstaunlich straight geht es dann mit „Always Your Own“ weiter. Hier dominiert trotz aller Gewalt vor allem die optimistisch wütende Punkmelodie im Chorus.

So pflügt sich die Band auf ihrem ersten Album durch alle möglichen Abstufungen des Lautseins und achtet dabei penibel darauf, dass kein Bandmitglied zu kurz kommt: Vocals, Bass, Gitarren, Drums zerschreddern sich gegenseitig und treten den Hörer abwechselnd in den Magen. Und am Ende des letzten Songs „Assured Retribution“ fällt das 100-Tonnen-Gewicht schließlich doch noch. Wenn allerdings um einen herum alles in einem Kreischen aus rostigen Kreissägen versinkt, kann kein Helm der Welt vor dem unvermeidlichen Aufprall schützen.

VÖ: 01. Dezember 2017 via Spartan Records
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