Von Tim Brügmann, 04. September 2019

„You don’t know how to act!“ Auf ihrem jüngst veröffentlichten Song „Can The Sub_Bass Speak“ gehen die Doom-Gospel-Punker von Algiers neue kollaborative Wege. Zusammen mit den Mandy-Soundtrack-Masterminds Randall Dunn und Ben Greenberg lassen es Multi-Instrumentalist Franklin James Fisher, der Saxofon-Pionier Skerik und D’Vonne Lewis hinterm Schlagzeug ordentlich zerren und fiepen. Garniert wird der an Freejazz und Spoken-Word erinnernde Mahlstrom mit verstörenden Visuals aus dem Hause des renommierten Filmemachers Sam Campbell und des Typografen Farbod Kokabi.

Inspiriert von einer zufälligen Begegnung mit den Künstlern Moor Mother und Harrga letzten Jahres, verzerrt „Can the Sub_Bass Speak?“ die Algiers‘schen Post-Punk-Dekonstruktion von Rassen- und Klassenpolitik in neue kollaborative Fahrwasser. Lyrisch stellt der Track eine finstere Abrechnung mit strukturellem Rassismus dar, der gerade in Zeiten der europäischen Rechtsradikalisierung die Ohren auf harten Asphalt drückt.

Weniger Single als audiovisuelles aber nicht minder drängendes Zwischenstück, ist „Can the Sub_Bass Speak?“ vermutlich kein Vorbote eines neuen Algiers Albums, dennoch plant die Band aus Atlanta eine ausgedehnte Tour, die sie im Herbst und Frühjahr 19/20 auch in diverse deutsche Städte führen wird.

17.09.2019 Berlin – Lido
18.09.2019 Hamburg – Reeperbahn Festival
14.02.2019 Köln – Club Volta
15.02.2019 Schorndorf – Club Manufaktur
17.02.2019 Frankfurt – Zoom Club
18.02.2019 Dresden – Beatpol
24.02.2019 München – Strom

VÖ: 28. August 2019 via Matador Records