Von Oliver Schröder, 26. Juli 2019

Alison Sudol scheint mit ihrem künstlerischen Schaffen so weit draußen zu sein, dass man sie kaum noch als reale Person wahrnehmen kann. Als Teil des Harry-Potterverse agierte sie als Queenie zusammen mit Jude Law und Johnny Depp in „Fantastic Beasts“, als Musikerin machte sie dagegen schon vor gut zehn Jahren mit A Fine Frenzy traurige Klavierballaden.

Und so schwebt sie auch mit ihrer neuen EP meilenweit über dem Geschehen. Ihrem ätherischen Dream-Pop kann so schnell niemand etwas anhaben. Die Songs ziehen vorbei wie flüchtige, aber schick ausstaffierte Schatten. Mitgeholfen haben einschlägig etablierte Produzenten und Musiker wie Ali Chant (Perfume Genius, PJ Harvey), Clive Deamer und Adrian Utley (Portishead) sowie John Parish (PJ Harvey). Mittlerweile ist sie weniger traurig-süß, sondern eher vielschichtig transparent unterwegs. Coole Elektronik verleiht ihrer Stimme zumeist einen eher durchgestylt-lässigen Touch, den sie durch Artwork und soziale Medien zu einem schlüssigen Gesamtkonzept verknüpft.

VÖ: 26. Juli 2019 via Hearth