Allah-Las – Calico Review
© Laura Lynn Petrick

Allah-Las Calico Review

Trotz schmuddeligem deutschem Herbstwetter ist der kalifornische Sommer auf den Shows der Allah-Las zum greifen nah. Mit ihrem aktuellen Album „Calico Review“ touren die US-Jungs aktuell durch Deutschland und Europa. Natürlich finden sich auch in den Songs auf „Calico Review“ jene laschen 60s-Vibes, die schon den erfolgreichen Vorgänger „Worship The Sun“ prägten. Gleichzeitig ist „Calico Review“ aber auch die Neuorientierung einer Band, die es leid ist ausschließlich ihren Sound reduziert zu werden. Und so suchen die Allah-Las ihr Heil im Spannungsfeld zwischen Sound und Song und fördern einige Glanzlichter zu Tage, darunter der schwebende Opener „Strange Heat“ oder das stampfende „Satisfied“. Eine knarzige Wurlitzer und überraschende Stimmungswechsel zwischen Strophe und Refrain verleihen Songs wie „Autumn Dawn“ eine – im positiven Sinne – Beatles-Pop Attitüde, die symptomatisch für die Weiterentwicklung der Band steht. Überhaupt leisten sich die Allah-Las mit den Pop-Anwandlungen auf „Calico Review“ nur selten ernsthafte Aussetzer. Einzig die erste Single „Famous Phone Figure“ bleibt blass und verliert sich in ungewohnter cheesyness. Die Vorfreude auf die anstehenden Shows der Allah-Las bleibt davon allerdings unberührt. Live ist und bleiben die Band einfach eine Bank!

Das Album "Calico Review" erschien am 09. September via Mexican Summer.
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