Von Connor Endt, 24. September 2019

Schrammel-Gitarren, charmant hingerotzter Gesang und polternde Drum Beats: wenn man sich das Debüt-Album der Formation Bad Weed anhört, kann man kaum glauben, dass die Platte dieses Jahr und nicht bereits Ende der Siebziger aufgenommen wurde. Auch kommt die Band nicht – wie man vermuten könnte – aus irgendeinem britischen Arbeiterviertel, sondern direkt aus der österreichischen Hauptstadt Wien.

Das selbsbetitelte Debüt haben Rudi Hebenstreit, Arno Dreschnig und Bernhard Hussek komplett in Eigenregie aufgenommen. Dabei herausgekommen sind 13 Songs, die sich ganz unverhohlen bei den britischen Bands der 1970er Jahre bedienen. Egal ob The Nerves, Buzzcocks, Ramones oder The Clash: irgendwie hat man das Gefühl, dass sie alle irgendwo auf der Platte gelandet sind. Die Songs hören sich so an, als wenn sie direkt im Proberaum oder einer Waschküche aufgenommen wurden und diese ranzige Ästhetik passt perfekt zum Gesamtbild der Band. Bei einigen Songs kommen neben E-Gitarre, Bass und Schlagzeug auch noch ein Saxophon und eine E-Orgel zum Einsatz, die sehr nach New Wave klingt. Fans von UK-Punk sei die Band mit dem ungooglebaren Namen auf jeden Fall empfohlen – warum nicht mal eine musikalische Zeitreise von den Siebzigern in die Jetztzeit unternehmen.

03.10.2019 (AT) Wien – Fluc
04.10.2019 (AT) Graz – Sub
14.12.2019 (AT) Linz – Stadtwerkstatt

VÖ: 20. September 2019 via Siluh Records