Beak> – >>>
© Jon Minton

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Very krautish: Beak> machen bewegen sich minimalistisch, aber konstant weiter in ihren ganz eigenen Sounddimensionen und pflegen gleichzeitig ein stilvolles Understatement.

Das fängt bei der Fortführung der schlichten Albenbetitelung an und hört beim kontrolliert ausufernden Sound auf. Das erste neue Material von Billy Fuller, Geoff Barrow und Will Young (hat Matt Williams 2016 ersetzt) seit sechs Jahren zeigt eine selbstbewusste Band, die sich deutlicher als zuvor aus ihrer experimentellen Nische herauswagt. Aus dem am Reißbrett entworfenen Prototyp mit Nebengeräuschen ist mittlerweile eine solide Marke geworden, auf die man sich fast schon verlassen kann.

Dennoch bauen Beak> auch mit den zehn neuen Stücken keine protzigen Wolkenkratzer. Dafür gießen sie ihr ohnehin solides Fundament mit zusätzlichem Beton aus und fügen dieses Mal sogar einige schmückende Ornamente hinzu. Bei „Brean Down“ treiben sie sich noch klar heraushörbar im Can-Universum herum, dann bewegen sie schnurstracks sich mit jedem Stück weiter in alle Himmelsrichtungen. „Birthday Suit“ verleiht ihrem Schaffen eine zusätzliche melancholische Facette, „Allé Sauvage“ zoomt sich beinahe lautmalerisch in kitschige, Sci-Fi-Klangflächen aus den 80er-Jahren, „Teisco“ ist kaum mehr als ein ambientes Pochen, bevor Beak> dann mit dem zackigen Postpunker „King of the Castle“ so klingt, als stünde Stephan Remmler am Mikro. „Wir reduzieren nur und lassen alles Überflüssige weg, was normalerweise im Rockbiz zur Aufwertung gebraucht wird.“, sagte einst Kralle Krawinkel zu Trios Soundkonzept. Bei Beak> wird diese Philosophie germanisch kühl und britisch cool weitergeführt.

04.12.2018 Köln – Club Bahnhof Ehrenfeld
05.12.2018 Hamburg – Nochtspeicher
07.12.2018 Berlin – Lido

VÖ: 21. September 2018 via Invada Records
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