Von Lennard Göttner, 13. November 2019

Die Schwarz-Weiß-Motivik in der Kunst fasziniert uns schon seit langer langer Zeit. Sei es in modernen Filmen wie „Sin City“ und der bald anlaufende und gleichzeitig heiß ersehnte „The Lighthouse“, in der Fotografie mit Künstlern wie Henri Cartier-Bresson und Ansel Adams oder eben in der Musik. Mit City At Dark bringt uns diese einen Newcomer, der sich derartige Motiviken zu eigen macht.

Das in Berlin ansässige Duo, bestehend aus Laura Landergott und Yair Karelic, präsentieren mit ihrem Debütalbum ein atmosphärisches und experimentelles Werk, geprägt von Laszivität und düsterem Art-Pop. Bewusst träumerisch und entschleunigt arrangierte Beats verstärken die Ästhetik, die das Artwork mit sich bringt. Produziert wurde „City At Dark“ von Dirk Feistel, der unter Anderem bereits mit Black Rebel Motorcycle Club zusammenarbeitete.

Don´t pick me up, I´m trash

Die zehn Songs haben eine einnehmbare Tiefe, die nicht nur sehr künstlerisch ist, sondern auch einzigartig. „City At Dark“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie faszinierend und anziehend die nächtliche Düsterkeit sein kann. Ein Leben ohne Farben und Farbspielen ist allein deshalb interessant, weil es für uns als visueller Sinneseindruck so derart selbstverständlich ist. Die Farbwahrnehmung repräsentiert Emotionen und Gefühle, genauso wie es City At Dark´s Schwarz-Weiß-Ästhetik tut. Sie ist das Symbol für ein beklemmendes, einengendes Gefühl. Und ihr Debütalbum ist das Symbol für wahre, aber vor allem atmosphärische Kunst.

21.11.2019 Berlin – Schokoladen (Record Release Show)

VÖ: 08. November 2019 via Snowhite Records