Von Lennard Göttner, 29. Juli 2020

Nach den zwei bereits veröffentlichten Songs „Blue Levitate Hours“ und „Trapped Inside A Maze“ präsentiert die Hamburger Lo-Fi-Formation Deep Dyed nun ihre selbstbetitelte Debüt-EP. Sich irgendwo zwischen Velvet Underground, Sonic Youth und Pixies bewegend, kreiert das Quartett einen charmanten Mix aus entschleunigenden Beats und dynamischen Gitarren-Melodien. Die EP bringt sechs Songs mit sich, die allesamt bewusst auf eine sanft-träumerische Stimmung abzielen. John Hintz und Aylin Sengül, verantwortlich für die Vocals und das Songwriting, beschäftigen sich inhaltlich innerhalb der Songs mit emotionaler Isolation und die Überwindung dieser.

Und während Hintz seine Vocals doch eher ziemlich verhalten und blass vorgeträgt, kommt Deep Dyed vor allem dann so richtig aus sich raus, wenn die angesprochene Aylin Sengül die Vocals übernimmt. Der Song „Sunlight“ blieb hier auch im Nachhinein noch prägnant in Erinnerung und ist ohnehin das vermutlich anziehendste Werk der EP. Neben ihrer Debüt-EP veröffentlichte die Band kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Kultur Palast Hamburg ein einstündiges und hörenswertes Livestream Konzert, bei dem unter anderem Songs der EP vorgetragen wurden.

VÖ: 24. Juli 2020 via La Pochette Surprise Records