Von Connor Endt, 10. September 2020

Hinter Drift. verbirgt sich die in London lebende Klangkünstlerin Nathalie Bruno. Bruno hat sich der elektronischen Musik verschrieben und lotet seit ihrer 2015 erschienenen Debüt-EP „Black Devotion” die Grenzen von Genres und technischen Möglichkeiten aus.

Für ihren ersten Langspieler hat sich die Musikerin von klassischer Musik und den Elektronik- und Tape-Experimenten der Siebziger Jahre inspirieren lassen. Pioniere wie Harmonia, Cluster, aber auch Yoko Ono, Kate Bush oder Broadcast haben die zehn neuen Stücke beeinflusst. Irgendwo zwischen New Wave, Noise und Electro könnte man ihr neuestes Werk einordnen. Brunos verträumte Gesangsfetzen wabern über diesem Mix und lassen ihre Songs immer wieder in Dream-Pop ähnliche Gefilde abdriften. „Symbiosis” – einen besseren Namen hätte die Künstlerin für ihr Werk nicht wählen können. Analoge Synthesizer, stimmige Sample-Arbeit und Brunos Stimme vermischen sich auf ihrer ersten LP, die bei Tapete Records erschienen ist, zu einem wunderbaren, homogenen Gesamtkunstwerk.

Im kommenden Jahr kann man Drift. auch hierzulande erleben – präsentiert von NEØLYD.

20.01.2021 (AT) Linz – Kapu
21.01.2021 Leipzig – Ilses Erika
22.01.2021 Ulm – Gold
24.01.2021 Offenbach – Hafen 2
25.01.2021 (CH) Winterthur – Kraftfeld
26.01.2021 Mainz – Schon Schön
27.01.2021 Hamburg – Goldener Salon
28.01.2021 Berlin – Dream Baby Dream

VÖ: 19. Juni 2020 via Tapete Records