Von Stefan Killer, 02. September 2019

Was im Schreibexil zunächst nach Doom klang, ist am Ende eine eher lebensbejahende Platte geworden – ganz im Sinne des Titels dieser neuen DZ Deathrays. Das zum Trio gewachsene Garagenriff-Gespann nahm weite Wege auf sich, um „Positive Rising: Part 1“ zum Bombastkapitel seiner nunmehr vier Alben umfassenden Geschichte zu machen. Jedermanns Sache ist’s damit aber nicht.

Bekannt wurde DZ Deathrays schließlich mit den bodenständigen Klängen, die ein Duo imstande ist, nicht nur im Studio, sondern auch live wiederzugeben. Mit „Positive Rising: Part 1“ ändert sich das grundlegend: Etwas Saxophon oder Synthi hier, ein weiteres Mitglied in Gestalt Lachlan Ewbanks da. Und auch wenn Shane Parson so seine Gesangsteile besser auf den Punkt bringen kann, die rohe Einfachheit der Vorgängeralben bleibt leider ein wenig auf der Strecke. Liegt wohl auch am langen Flug von Brisbane nach Los Angeles, wo DZ „Positive Rising: Part 1“ aufnahm.

Wer darüber wegsieht, findet ein Album in bester Garage- und Punkmanier wieder. Nur für die lieblosen Gitarrensolo-Läufe gibt’s Abzüge. Abweichungen von der Norm stünde denen gut. Die Gangart ist aber umso abwechslungsreicher: beatgetriebene Gleichgültigkeit („Still No Change“), riffdominierter Machosound („IN-TO-IT“) und sogar atmosphärische Überbleibsel der ursprünglichen Doomjams („Nightmare Wrecker“), alles dabei. Der erste Aufschlag des Doppelalbums ist geglückt und bereit zum Triumphzug auf Tour. Ob „Part 2“ wohl genauso ballern wird?

19.09.2019 Berlin – Privatclub
20.09.2019 Hamburg – Reeperbahn Festival
21.09.2019 Hamburg – Reeperbahn Festival
22.09.2019 Köln – Blue Shell
23.09.2019 München – Kranhalle
24.09.2019 Stuttgart – Goldmarks
25.09.2019 Frankfurt – Nachtleben
27.09.2019 (CH) Bulle – Ebullition
08.02.2020 München – Technikum *
10.02.2020 (AT) Wien – Simm City *
11.02.2020 Nürnberg – Hirsch *
12.02.2020 Berlin – Kasselhaus *
20.02.2020 Hamburg – Markthalle *
21.02.2020 Köln – Essigfabrik *
25.02.2020 Frankfurt – Batschkapp *
* The Darkness Support Shows

VÖ: 30. August 2019 via Alcopop! Records