Von Lennard Göttner, 25. November 2019

Unfassbar schöne Landschaften, kein Bier unter zehn Euro und endlose Landstraßen, auf denen maximal mit 90 Kilometern die Stunde gefahren werden darf. All diese Dinge und Konfrontationen begleiteten mich auf meiner Reise dieses Jahres und sind Merkmale eines faszinierenden Landes. Die Rede ist natürlich von Norwegen. Mit einer Palette Dosenbier im Kofferraum machte ich mich also auf und war relativ schnell von den unglaublich unterschiedlichen Dimensionen erschlagen, die sowohl das Reisen, als auch das Leben im nördlichen Königreich mitbringen. Seien es ganz einfache Dinge, wie der ungewohnte Sonnenzyklus oder die gewaltige Unendlichkeit und Weite der Natur. Was selbstverständlich nicht fehlen durfte, war der Soundtrack. Mit Kakkmaddafakka oder beispielsweise den Songs aus Steven Van Zandts „Lilyhammer“ bietet sich schließlich genug passende Musik an.

Und um die Brücke zum eigentlichen Thema zu schlagen: Besonders mit Oslo und Bergen hat Norwegen schon seit einigen Jahren eine florierende Musikszene. Das folgende Trio ist genau so ein Vertreter dieser Szene. heißen sie und machten im letzten Jahr erstmals mit einer selbstproduzierten EP auf sich aufmerksam. Letzten Freitag erschien eine Double-A-Side-Single der Osloer mit dem Titel „Time“. Inhaltlich handeln die beiden Songs „The Moment“ und „The Day von Erfahrungen eines Tages, an dem man sowohl von Zeit, als auch von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen verlassen wird. Ē präsentieren dynamischen Indie- und Lo-Fi-Pop und reihen sich in die hippe und gleichzeitig doch etwas unpopuläre norwegische Musikszene ein.

VÖ: 22. November 2019 via Eget Selskap