Editors – Violence
© Rahi Rezvani

Editors Violence

Heute heißt sie Editors, kurz nach der Jahrtausendwende hat sich die Band unter dem Namen Snowfield gegründet. Ihre Mitglieder waren damals noch Studenten der Musiktechnik. Während ihres Werdegangs ist der Bezug zu beidem geblieben – Musik und Technologie. Hatten die ersten Editors-Alben noch einen klaren Fokus auf analogen Gitarren und melancholischem Gesang, sind es spätestens seit dem vergangenen Album „In Dream“ digital erzeugte Klänge, sprich Synth-Flächen, die den Ton angeben. Mit ihrem heute erschienenen sechsten Album namens „Violence“ führt die Band ihre Entwicklung dahingehend konsequent fort.

Die unterschwellige Wave-Düsternis vieler der alten Songs ist geblieben, genauso die poppigen Hooks, die erstmals auf dem Album „The Weight of Your Love“ aus dem Jahr 2013 derart maßgeblich vorkamen. In Songs wie „Hallelujah (So Low)“ oder „Nothingness“ spiegelt sich sowohl die Bandbreite der charakteristischen Stimme Tom Smith’ wider als auch der Drang der Band, sich in tanzbare Feiergefilde zu wagen. Die Single „Magazine“ schafft den Stimmungsspagat leichtfüßiger denn je. Am Popgewand mögen sich manche Hörer (der ersten Stunde) immer noch stoßen; dass die Band seit ihren Anfängen an Qualität trotzdem bis heute nichts eingebüßt hat, bleibt dennoch bemerkenswert.

Kaum ein Musiktechnik-Student ist in der Band noch übrig, etwa 15 Jahre sind seit Gründung der Band ins Land gezogen. „We’re holding it together“ singt Smith mehrstimmig in „Counting Spooks“ über eine heroisch-triumphierend anmutende Melodie. Der Song wirkt wie die Diskoversion einer Art Bandhymne. Nach dem Motto „Jetzt erst recht“. Indie-Schrammelgitarren sucht selbst der geübte Hörer im neuen Editors-Mix zwar beinahe vergebens. Zum Glück sind die britischen Musiknerds aber auch an anderen Instrumenten und Eingabegeräten sehr geübt.

16.11.2018 Bremen – Pier 2
17.11.2018 Erfurt – Stadtgarten
18.11.2018 Dortmund – Warsteiner Music Hall
20.11.2018 Stuttgart – Liederhalle (Beethoven-Saal)
21.11.2018 Frankfurt/Main – Batschkapp
22.11.2018 Erlangen – E-Werk

VÖ: 09. März 2018 via PIAS
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