Jessica Pratt – Quiet Signs
© Samuel Richard

Jessica Pratt Quiet Signs

Jessica Pratt nimmt den Titel ihres dritten Albums sehr ernst – „ruhig“ steht vorne drauf und ruhig geht es ausnahmslos zu. Die Instrumentierung ist aufs Wesentliche reduziert, keine unnötigen Ausschmückungen oder Schnörkel sorgen für Ablenkung und schon nach weniger als einer halben Stunde ist das letzte der neun Stücke verklungen. Eine sacht gezupfte akustische Gitarre und der prägnante, zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftige Gesang der scheuen Künstlerin aus Los Angeles dominieren über weite Strecken, so dass selbst Hingetupftes von Piano, Flöte und Synthesizer oder das leicht angezogene Tempo von „Fare Thee Well“, dem eingängigsten Song der Platte, sofort aufhorchen lassen.

Zum beiläufigen Hören ist „Quiet Signs“ nichts – man muss sich schon einlassen auf dieses völlig aus der Zeit gefallene Album, das viel mehr nach dem schiefen Bauernhaus einer Hippie-Kommune aus den Sechzigern klingt als nach unserer lauten, hektischen Gegenwart.

31.03.2019 Köln – Artheater
01.04.2019 Hamburg – Nochtspeicher
02.04.2019 Berlin – Heimathafen Neukölln
04.04.2019 (CH) Luzern – Südpol
07.04.2019 (CH) Baden – Royal

VÖ: 08. Februar via City Slang
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