JFDR – White Sun Live. Part I: Strings
© Timothée Lambrecq

JFDR White Sun Live. Part I: Strings

Tausendsassa Jófríður Ákadóttir ist eine Getriebene. Unzählige Projekte begleitet die Isländerin mittlerweile mit ihrer unvergleichlich sanften Stimme. Zeit auch mal stehenzubleiben und zurückzublicken. Jetzt veröffentlicht sie ein Minialbum, auf dem sie eine kleine Auswahl an Songs aus dem Portfolio von Pascal Pinon und JFDR in ein minimalistisches Streicher-Gewandt packt. Entstanden ist die Idee zum musikalischen Upcycling bei den Vorbereitungen zu einem Pascal Pinion Konzert in Portugal, für die ein paar ältere Songs umgekrempelt und eben mit String-Arrangements versehen wurden. Das Ergebnis konnte begeistern und so wurden letztendlich für diese EP sechs Stücke im Reykjavíker Studio live aufgezeichnet und nun als „White Sun Live. Part I: Strings“ veröffentlicht.

Mit von der Partie sind Produzent Albert Finnbogason (Sóley, Sin Fang), Schwester Ásthildur (Pascal Pinon) und ein Streicher Quartett. Das Ensemble weiss sich in von der Instrumentierung sehr weit zurückzunehmen. Der Verzicht sämtlichen Schlagwerks, die Einfachheit der Arrangements, stoisch gehaltene Grundtöne, einfache Chords, leise Texturen und viel Raum bieten damit Jófríðurs dynamischer Stimme eine beeindruckende Bühne.

JFDR habe nach Songs gesucht, die mit Streichern funktionieren. Sie wählte Songs, deren Geschichte sie weitererzählen wollte; Songs, die eine neue Betrachtung vertragen. Und diese frische Perspektive tut den fünf Stücken gut, weil sie auch immer eine Nähe zum Original bewahren. Der sechste Song „My Work“ ist ein Stück, welches JFDR auf den vielen Konzerten in der jüngeren Vergangenheit gern live gespielt hat und uns immer im Kopf geblieben ist. Es läuft nun endlich auch hier auf Repeat, da es bislang noch auf keinem Release der Isländerin zu hören war und in seiner Ursprungsversion auf dem kommenden Album seinen Platz finden wird.

Wir sind ein bisschen verliebt und hoffen auf weitere White Sun Live-Veröffentlichungen.

VÖ: 03. August 2018 via Morr Music
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