Von Oliver Schröder, 20. August 2019

Damit konnte man nicht unbedingt rechnen: Nachdem sich Kim Gordon zuletzt mit dem Projekt Body/Head in immer abstraktere Gefilde hineinexperimentierte, wird es mit Ihrer ersten echten Soloplatte konkret wie lange nicht mehr.

So konkret, dass einem das Vorabstück „Sketch Artist“ abwechselnd erst mit der Industrial-Dampframme Hämatome auf den Schädel knallt, um dann mit den eingängigsten und ruhigsten Gitarrenparts seit dem Ende von Sonic Youth nicht weniger, aber sanfter zu verstören. Dazu gibt es Gordons eerie Sprechgesang, der sich wie ein warnendes Loop durch den zerhackten Song zieht. Als Vorbote zum Album erfüllt die Single jedenfalls seine Aufgabe voll und ganz. Sie macht neugierig auf mehr.

VÖ: 11. Oktober 2019 via Matador Records