Von André Habermann, 24. September 2020

The truth is John was my hero for a long time when he came into The Butcher Shoppe to recut one of his deepest classics with me. And, man, I was floating and flying and I couldn’t hear anything he told me while he was there till after he was gone for the night.

So erinnert sich Kurt Vile an eine Session mit der Country-Folk Legende John Prine, der mittlerweile an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist. Nicht nur deshalb ist die EP, die er heute angekündigt hat, etwas ganz besonderes für ihn. Wie das Label zu berichten weiß, war Vile schon seit Jahren ein großer John Prine und Nashville-Fan. Im Jahre 2016 tat sich durch Matt Sweeney für ihn plötzlich die Möglichkeit auf, selbst mit seinen musikalischen Helden aufzunehmen. Sweeney brachte ihn in Kontakt mit David „Fergie“ Ferguson, seines Zeichens selbst Protegé von Jack Clement, Studio-Legende in Nashville, Besitzer (mit John Prine) und Haus-Produzent der The Butcher Shoppe-Studios.

A couple nights later we were playing ‘How Lucky’ together again; this time onstage at the Grand Ole Opry on New Year’s Eve at the turn of 2020. Nothing like seeing John and his band of musical brothers and family and friends playing into the new decade in front of an adoring audience on that stage in Nashville, TN… and, yup, that’s just how lucky we all got that night.

Vile kehrte von da an stetig zurück nach Nashville und nahm über einen Zeitraum von vier Jahren in sporadischen Sessions fünf Songs (drei Cover von Prine & Clement und zwei eigene Stücke) mit lokalen Schwergewichten wie Bobby Wood, Dave Roe, Kenny Malone, Dan Auerbach (The Black Keys) und eben Matt Sweeney auf. „How Lucky“, ein Duett mit John Prine, ist dabei für Vile, „probably the single most special musical moment in my life”. Dieser wunderbar vorgetragene Klassiker aus dem Jahre 1979 wurde heute bereits als Vorbote veröffentlicht. Auf die komplette EP namens „Speed, Sound, Lonely KV“ muss man sich noch bis zum 02. Oktober 2020 (digital) / 15. Januar 2021 (physisch) gedulden.

VÖ: 02. Oktober 2020 via Matador Records