Von Connor Endt, 15. Oktober 2019

Was passiert, wenn man entspannten Slacker-Pop mit den Ambitionen von Psychedelic Rock kombiniert? Die Antwort liefern die Herren von Love Machine aus Düsseldorf auf ihrer neuen EP „Mirrors & Money“.

Der Opener „Valentino“ erinnert mit unverzerrter Gitarre, Keys und entspanntem Groove an Lieblings-Zahnlückenmusiker Mac DeMarco. „Mirrors & Money“, der titelgebende Track, schlägt in eine ähnliche Kerbe, auch hier setzen Love Machine voll auf eingängige, poppige Gitarrenriffs. Frontmann Marcel Rösche ergänzt diesen zugänglichen Mix mit einer Stimme irgendwo zwischen Hörbuch-Sprecher und The National. Zeitweise erinnert er mit seiner entspannten Vortragsweise sogar an die Werke von Leonard Cohen.

Entsprechend angenehm klingen die Songs auf „Mirrors & Money“ – eigentlich perfekt, um sich bei dem nahenden Winter zuhause hinzufläzen und die Scheibe aufzulegen. Experimentell wird es aber auch noch und zwar vor allem bei den Songs „Bird Buddy“ und „Starshine“. „Bird Buddy“ biegt mit stimmungsvoll schmetternden Bläsern in Richtung Soul ab und bietet mit einem furiosen Finale ein absolutes Highlight auf der Platte. Schlagzeuger Noel Lardon und Bass-Neuzugang Richard Eisenach erschaffen hier ein absolutes Rhythmus-Monster, während die Bläser sich im Hintergrund siegreich in Richtung Songende schmettern. Unmöglich, nach dieser Bombe noch schlechte Laune zu haben!

„Starshine“ ist ein weiterer Song, der ambitioniertes Songwriting erkennen lässt. Breaks, rhythmische Verschiebungen und Percussion bilden das Fundament für wild solierende Gitarren und Eskapaden auf den Fender Rhodes. Man bekommt das Gefühl, nicht mehr eine Platte zu hören, sondern bei einer wilden Jam Session dabei zu sein. Am Ende finden die Musiker absolut mühelos wieder zueinander.

Für ihre neue EP haben Love Machine seit Ende 2018 an neuen Songs geschraubt und das hört man bei jedem der Songs. Alles richtig gemacht!

31.10.2019 Rees – Haldern Pop Bar
01.11.2019 Hamburg – Molotow
02.11.2019 Hannover – Chez Heinz
06.11.2019 Wetzlar – Franzis
07.11.2019 Freiburg – Passage 46
08.11.2019 Stuttgart – Merlin
09.11.2019 Karlsruhe – Kohi
14.11.2019 Witzenhausen – Internationaler Sudent*innen Club
15.11.2019 Leipzig – Kontor 80
22.11.2019 Bielefeld – Movie
23.11.2019 Münster – Sputnik Café

VÖ: 11. Oktober 2019 via Unique Records