Malena Zavala – Aliso
© Victoria Cranstoun

Malena Zavala Aliso

Bis vor zwei Jahren war Malena Zavala noch fester Bestandteil des argentinischen Dream-Pop Trios Oh So Quiet. Als sich ihr Bruder und Mitmusiker Luca entschloss in das kalifornische Kleinstadt Aliso Viejo zu ziehen, fackelte Malena nicht lange und schlug dort ebenfalls künstlerische Wurzeln. Musikalisch fand Zavala eine Heimat im tiefenentspannten Westcoast-Sound, der auch die zehn Songs ihres Solo-Debüts durchzieht.

Die offenen Gitarren- und Synthieflächen in „Moon Song“ rufen naturgemäß die Beach House-Vergleiche aufs Tableau. Doch Zavalas Sound einzig auf diese Omni-Referenz festzunageln wäre bei dem hohen Maß an ästhetischer Eigenständigkeit, das wir auf „Aliso“ erleben dürfen, schlicht ungerecht. Den tagträumerischen Momenten in ihren Songs kontert die gebürtige Argentinierin mit ihrem Talent für unaufgesetzte Coolness und Lässigkeit. So entwickeln sich die Schlüsselstücke wie „If It Goes“ und „Should I Try“ zu lichtdurchflutetem Vorzeigepop. „Broken by Two“ bleibt im Vergleich dazu ungekünstelt intim und erinnert an Feists Nahaufnahmen zu Zeiten von „Metals“.

Diese Introvertiertheit birgt natürlich die Gefahr, dass „Aliso“ das nächste Strandlagerfeuer nur als nettes Hintergrundrauschen begleitet. Klar – nicht das schlechteste Szenario. Wird aber der Sache keineswegs gerecht. Deshalb sei in diesem Sommer Malena Zavala mit Headphones und Hängematte wärmstens empfohlen.

11.04.2019 Köln – Studio 672
12.04.2019 Osnabrück – Popsalon Festival
13.04.2019 Dresden – Polimagie-Festival
14.04.2019 Berlin – Maze
15.04.2019 Hamburg – Prinzenbar

VÖ: 04. Mai 2018 via Yucatan Records
Web Analytics