Von Nico Beinke, 20. September 2019

Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es zu verkünden. Die zwei neuen Songs der Münsteraner Gruppe Messer würden sich gut auf „Combat Rock“ machen, dem 1982er Album der großen The Clash. (Mit „Combat Rock“ sollte der Bandsound modifiziert werden und dem Vergleich mit aufkeimenden Wave-Combos standhalten.) Soweit die gute Nachricht. Leider ist besagtes Album, im Vergleich zu vorangegangenen Großtaten der Punk-Großmeister, ein eher schwächeres.

Als Appetithappen für das Anfang 2020 folgende vierte Album, ist die Single trotzdem geeignet. Sie demonstriert ein sehr viel offeneres Songwriting, denn das Dub-Element in „Anorak“ ist eine neue Facette der Band und tanzbar obendrein. „Die Furcht“ (B-Seite), nicht viel weniger dubbig und mit elektronischen Einsprengseln garniert, beschwört in seiner Repetition eine Art Mantra. „…Messer finden in dem Stück, das von einer diffusen Begegnung zwischen Traum und Erinnerung erzählt, einen neuen Groove“, gibt Sänger Hendrick Otremba Auskunft. Ein frischer Wind weht also im Studio, und so wurde ein gelungenes Horsd’œuvre, in Form dieser Single geboren, um dem geneigten Hörer die Zeit bis zum Albumrelease zu versüßen. Bon Appétit!

29.10.2019 Düsseldorf – FFT
30.10.2019 Esslingen – Komma
31.10.2019 Nürnberg – Exil
01.11.2020 Leipzig – Tanzcafe Ilses Erika
02.11.2020 Berlin – Zukunft am Ostkreuz

VÖ: 20. September 2019 via Trocadero