Von Connor Endt, 24. März 2020

„Uneasy Laughter“, das klingt nach einem sehr geeigneten Albumtitel für die aktuelle globale Situation. Gleichzeitig passt der Name perfekt zum zweiten Album der Post-Punker Moaning aus Los Angeles. Die Songs beschäftigen sich mit den größeren und kleineren Krisen der Bandmitglieder, sind geprägt von Selbstzweifeln und Unsicherheit. Das Trio geht dieses Mal einen Schritt weiter und ersetzt in vielen der Songs die E-Gitarre durch den Synthesizer. Das Ergebnis schlägt an vielen Stellen mehr in Richtung Shoegaze aus und lässt die ewigen Vergleiche mit Joy Division hinter sich. An manchen Stellen könnte man sogar eher Interpol oder die Editors als Inspiration vermuten.

Gleichzeitig reizt sich das Schema „Oszillatoren treffen auf teenage angst“ bei einem Album mit 13 Stücken recht schnell aus, zumal das selbstbetitelte Debüt einiges mehr an Wiedererkennungswert zu bieten hatte. Dabei lassen sich auf „Uneasy Laughter“ durchaus kleinere musikalische Spielereien mit Samples und Electro-Elementen heraushören – für gewagtere Experimente müssen wir wohl auf das dritte Album warten.

VÖ: 20. März 2020 via Sub Pop Records