Von Bernd Skischally, 29. Januar 2019

„Retro-Futuristische, etwas zu groß wirkende nach Orthopädie aussehende Turnschuhe, Tie-Dyed Sweater, Boxy Silhouette, Flanell-Hemden und Krawatten. Und ein Logo, welches dem Wahlkampf-Logo von Daddy / Grandpa Bernie Sanders entlehnt ist.“ Mit diesen Attributen beschreiben die tonangebenden Modeopfer von Dandy Diary zur Winterkollektion 2017 ein Label, das den „Dadcore“ genannten Laufsteg-Trend prägt. Oder kurz gesagt: Rumlaufen wie die Alten plus Hipsterkram.

Warum die holländische Formation Mozes And The Firstborn nun ihr drittes Album so benennt? Man weiß es nicht. Auch nicht, wenn man den gleichnamigen Track, der die Platte eröffnet, gehört hat. Die „Dadcore“-Lyrics handeln jedenfalls nicht von Mode, eigentlich handeln sie überhaupt von nichts. Ist aber auch egal, klingt halt alles so slackerhaft cool. Insofern einen die latente, mal an Weezer, mal an Ween erinnernde Fröhlichkeit der Songs nicht nervt, bieten Mozes And The Firstborn ein korrektes, sonniges Paket, das einen gedanklich mehr an die Küste Kaliforniens als an die Dünen vor Rotterdam entführt. Passt also gut zum Label, auf dem die Platte erscheint: The almighty Burger Records. Mahlzeit.

27.02.2019 Berlin – Lido
28.02.2019 Hamburg – Knust
01.03.2019 Frankfurt – Das Bett
02.03.2019 Osnabrück – Rosenhof

VÖ: 25. Januar 2019 via Burger Records