Von Christopher Zielske, 16. Mai 2019

Morgen erscheint mit „Ant And End“ das mittlerweile zweite Album der Hamburger No Wave/Disco/Post-Punks Noseholes auf dem bandeigenen Label ChuChu Records. Hatte man das Debütalbum „Danger Dance“ im vergangenen Jahr noch auf dem in UK ansässigen Label Harbinger Sound (Sleaford Mods, Sudden Infant, Pisse,…) von Steve Underwood veröffentlicht, entschied sich die vierköpfige Band, bestehend aus Steve Somalia (Bass, Saxophon), Disco Haiti (Drums), TH (Gitarre) und der charismatischen Sängerin ZooSea Cide, nun doch wieder dazu, das ganze Prozedere selbst in die Hand zu nehmen. Und das klappt erfrischend gut.

Im Vergleich zu ihrem Debüt entfernt sich das kuriose Quartett etwas von experimentellen Post-Punk Tracks und abgedrehten Spoken Words Collagen und gibt sich mehr potentiellen Hits wie „Snowsuit Ranger“, „Glimmering Mamba“ oder „Jackson 4“ hin. Hier entsteht ein ganz eigener tanzbarer Mix aus Bass-Groove, zackig gespielten Disco-Beats und großen Melodien. Pop-Musik für Fortgeschrittenen könnte man meinen. Positiv aufgeladen, ohne dabei die harte Kerbe des Punk verlassen zu müssen. Kanten, Ecken und verstörendes Ambiente inklusive.

24.05.2019 Hamburg – Goldener Salon

VÖ: 17. Mai 2019 via ChuChuRecords