Von Christoph Walter, 14. November 2019

Trinken Pinguine eigentlich Kaffee? Vermutlich nicht, aber man weiß ja nie, was in den Weiten der Antarktis geschieht, wenn gerade niemand zusieht. Der „Retired Explorer“ in einem Song der Weakerthans behauptet ja schließlich auch, ein Pinguin hätte ihm in der Antarktis Französisch beigebracht.

Letzten Endes geht der etwas rätselhafte Name Penguin Cafe aber auf das legendäre Penguin Cafe Orchestra zurück, das vom Briten Simon Jeffe gegründet und als loser Zusammenschluss verschiedenster Musiker ein knappes Vierteljahrhundert erfolgreich angeführt wurde. Der Komponist und Pianist Arthur Jeffe wandelt nun seit auch schon mehr als zehn Jahren mit Penguin Cafe in den Fußstapfen seines früh verstorbenen Vaters, wobei mit „Handfuls Of Night“ nun gerade das zweite Album erschienen ist. Gut Ding will eben Weile haben, denn die neun Instrumentalstücke auf „Handfuls Of Night“ sind keine Schnellschüsse, sondern wohl überlegte kleine Meisterwerke mit fein gewobenen Klaviermelodien, flächigen Streichern sowie maßvoll eingesetzter Perkussion und Synthesizern. Einnehmende, wärmende Musik für die kältere Jahreszeit, die nicht nur in der Antarktis, sondern auch zu Hause im Wohnzimmer Freude bereitet.

17.01.20 Bochum – Christuskirche
21.01.20 (CH) Zürich – Bogen F
22.01.20 Hamburg – Elbphilharmonie
23.01.20 Karlsruhe – Tollhaus

VÖ: 04. Oktober 2019 via Erased Tapes