Peter Silberman – Impermanence
© Justin Hollar

Peter Silberman Impermanence

Geplagt von Lärmempfindlichkeit und einem schweren Tinnitus, verordnete sich Peter Silberman nach seinen letzten Projekten mit The Antlers auf ärztliches Anraten absolute Stille. Intensive Meditationssitzungen bewahrten den New Yorker Songwriter davor, sein musikalisches Schaffen gänzlich an den Nagel hängen zu müssen. In dieser Zeit ist eine einfache Nylon-String das einzige Instrument, das Silberman einschränkungslos hören kann. Nur langsam findet Silberman einen Weg aus der Stille.

„Impermanence“ entspringt diesem Rehabilitationsprozess. Die Songs bleiben auf das Nötigste reduziert: Meistens genügen eine zaghaft gespielte Gitarre und Silbermans brillanter Jeff Buckley-Gesang, um einen den Atem stocken zu lassen („Maya“). An anderer Stelle leiten unaufdringliche Percussions zum Höhepunkt der Mantra-Gesänge „Karuna“ und „Ahimsa“. Dazwischen mäandert das herausragende „New York“ (Video) als Hommage an Silbermans Geburtsort. Das alles mag nun nach jeder Menge gefühlsduseligem Kitsch klingen – doch genau das ist „Impermanence“ nicht! Peter Silberman hat ein entwaffnend intimes Meisterwerk geschaffen, das einem mit jedem Durchlauf aufs Neue einen Kloß in den Hals setzt und schon als Anwärter für die musikalischen Bestenlisten des noch jungen Jahres gehandelt werden darf.

VÖ: 24. Februar 2017 via Transgressive
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