Von Alex Beyer, 20. März 2019

„Atmen heißt Risiko“, sagt Petra. Das ist das Dach über einer neuen, charmanten Band aus Leipzig, die jüngst ihr Debütalbum in den heiligen Hallen der Off The Road Studios einspielte. Das Trio um Sänger und Gitarrist Max Wege, der sich zuvor eher im klassischen Songwriter-Umfeld austobte, hat sich einem sehr ungeschminkten und wenig aufgehübschten Schrammel-Pop verschrieben, Fuzz-Gitarren treffen auf lakonischen Gesang und eine zielstrebige Rhythmusgruppe. Gab es alles schon mal, ist aber trotzdem hörenswert und auch mal angenehm, nicht immer am Rad herumzudoktern. Dazu gibt es verstörenden Lo-Fi-Charme im Stile alter Super 8 Aufnahmen, der in Form eines kleinen Videos zum ersten Song „Für Dich“ einen ersten Vorgeschmack auf die neue Platte mitbringt.

„Zehn Songs zwischen Leben und Tod“, seien bei den Aufnahmen entstanden, die Coogans Bluff-Trommler Charlie Paschen betreute. Gewaltausbrüche in sensibler Form, Zärtlichkeiten und Emotion, ein bisschen 90er Jahre Hamburg und ein bisschen Garage. Die Band hat die richtigen Platten gehört und nimmt sich nicht zu ernst. Viel mehr braucht es doch eigentlich auch nicht. Das Album bringen sie außerdem komplett in Eigenregie raus. Mann kann sich alles weitere dann direkt von Petra erzählen lassen.

26.04.2019 Leipzig – Ilses Erika
31.05.2019 Krostitz – Bierfest
24.08.2019 Naumburg – WeinKultor

VÖ: 20. März 2019 via Petra