Von Lennard Göttner, 08. Oktober 2020

Plants and Animals prägen die kanadische Indie-Rock-Szene seit nun bereits mehr als zwölf Jahren. Das aus Montreal stammende Trio erspielte sich 2008 mit ihrem Debütalbum „Parc Avenue“ einst im Handumdrehen den Ruf des Indie-Aushängeschildes der Millionenstadt Quebecs. Es folgten etliche Shows und Touren, unter Anderem gemeinsam mit Portugal. The Man und Gnarls Barkley.

Knapp zwölf Jahre und drei weitere von der Kritik gelobte Alben später, präsentiert die Band mit dem Song „Love That Boy“ die bereits vierte Single-Auskopplung ihres neuen und kurz bevorstehenden Albums „The Jungle“, welches am 23. dieses Monats veröffentlicht wird. In musikalischer Hinsicht ist der fünfte Longplayer der Band der wahrscheinlich mutigste und experimentellste. Die für klassischen und direkten Indie-Rock stehende Band selbst nennt hier Einflüsse von Donna Summer, David Bowie und dem Dance-Music-Godfather Giorgio Moroder. Neben der Auskopplung selbst erschien zusätzlich ein anmutiges und zum reformierten Stil der Band passendes Bewegtbild. Inhaltlich dreht sich der Song um persönliche Kindheitserinnerungen- und Erfahrungen, wie Sänger und Gitarrist Warren darstellt:

It’s a song about my family, present and past, but it feels more like a meditation. I was upset, frustrated and feeling like no one knew me – the kid me, the me I still feel I am. It was a way to connect with my dead parents and with my new life as a dad. I have a strong memory of being a kid in the backseat of my parents‘ car driving down the road at night in Halifax. The moon was bright, and I watched it as it danced, interrupted by trees, like a strobe light or a stop-motion film. It followed us as we drove, and I couldn’t figure out how it was doing that.

19.02.2021 Berlin – Kantine Berghain

VÖ: 29. September 2020 via Secret City Records