Von Connor Endt, 25. Juni 2020

Partisan Records, Kreativschmiede und Indie-Label, hat einen Neuzugang zu verbuchen. Im Gegensatz zu den Labelkollegen IDLES oder Fontaines DC (mit denen die Band mehrfach die Bühne teilte) widmen sich Pottery aber ganz dem New Wave und erinnern dabei zuweilen stark an Devo, Talking Heads oder auch The B52’s.

Pottery verstehen es meisterlich, mit Synthesizer und Gitarren eine Mischung aus Disco und Kopfnicker-Funk zu kreieren. Dabei spielt die Rhythmusfraktion eine entscheidende Rolle, häufig sind es gerade die verschachtelten Schlagzeug- und Percussion-Grooves, die den Songs ihr Leben einhauchen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Funknummer „Bobby’s Forecast”, die vor allem durch den exzessiven Einsatz von Cowbell und Drum Breaks ihren Charme verleiht bekommt. Ein weiteres Highlight stellt „Texas Drums I & II” dar, in dem die Band den Schlaginstrumenten huldigt: „My best friends play the drums!”

Auf Albumlänge stechen die beiden genannten Nummern klar hervor. Andere Songs, etwa „Hot Heater” oder „What’s in Fashion”, wirken dazu im Vergleich fast träge und banal. Trotzdem beweisen Pottery auf ihrem Debüt, dass sie voller Kreativität und schräger Einfälle stecken. Hoffen wir, dass eine Menge davon auf Album Nummer Zwei landen wird!

VÖ: 26. Juni 2020 via Partisan Records