Von Connor Endt, 17. Juli 2020

Alles andere als den „ultimativen Erfolg” besingt Protomartyr-Frontmann Joe Casey auf dem fünften Album der Band. Stattdessen handeln die zehn Songs der neuen Platte von menschlichen Abgründen und beschwören eine Endzeit-Stimmung herauf:

This is the dawning of the day without end, when fear steps into light.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Instrumentierung dieses Mal besonders düster ausfällt. Zur Bereicherung des Bandsounds haben sich Protomartyr diverse Musiker*innen ins Studio eingeladen. Der bisherige Post-Punk-Sound wird auf „Ultimate Success Today“ immer wieder von dezenten Saxophon-, Klarinetten- und Cello-Klängen begleitet, die sich perfekt in den Bandsound eingliedern. Von der getragenen Stimmung des Albums darf man sich übrigens nicht täuschen lassen, immer wieder werden die Stücke von plötzlichen Noise-Eskapaden heimgesucht („The Aphorist“).

Stimmlich erinnert Sänger Joe Casey an eine Fusion aus Nick Cave und Joe Talbot von den Idles. Talbot verheimlicht auch nicht, dass Protomartyr einen großen Einfluss auf den eigenen Bandsound hatte. Und auch Iggy Pop, der wie die Band selbst aus Detroit kommt, zählt zu den größten Bewunderern der Band. Kurzum: Fans von Post-Punk könnte das gefallen!

VÖ: 17. Juli 2020 via Domino Records