Von André Habermann, 04. März 2020

In Zeiten der Paranoia und Panik ist es sehr erfreulich, auch mal eine schöne Nachricht verkünden zu dürfen: Rosalie Eberle ist zurück. Die Münchner Künstlerin (Gesang, Songwriting, Schauspiel) war Teil der Formation Rosalie & Wanda, die vor ein paar Jahren sehr schönes Liedgut mit ziemlich schrägen Strukturen erschaffen hatten. Überhit: „Die Wand“. Nach zwei Alben („Meister Hora“ 2013 & „Schlafende Hunde“ 2015) verschwanden sie aber irgendwie vom Radar.

Nun hat Frau Eberle eine Art Supergroup aus der Münchner Subkultur um sich gescharrt. Hedwig Eberle (Gitarre), Pico Be (Bass) und Salewski (Schlagzeug) komplettieren das Projekt, welches sich River nennt und im März ihr Debüt über das Wiener Label Cut Surface veröffentlichen wird.

River fließt gezielt in die schmale, fast haarrissfeine Fuge zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein und sprengt mit der unbändigen Kraft des Wassers dieses sorgfältig in uns errichtete Ordnungssystem. – Nina Walser (Friends Of Gas)

Mit den Vorboten „Bam Bam“ und „Huna Huna“ präsentiert die Gruppe zwei erste Stücke aus dem kommenden Longplayer. Rhythmisch-tribaleske Klänge („Huna Huna“) treffen auf krautigen Post-Punk („Bam Bam“) – begleitet von der tollen Stimme Eberles. Der erste Eindruck gefällt und es bleibt zu sagen, dass die zwei Nebenflüsse gut ins Ohr gehen.

19.03.2020 München – Rote Sonne (Album Release Show)

VÖ: 19. März 2020 via Cut Surface