Von Oliver Schröder, 03. September 2019

Standing in the shadow of Erased Tapes: Als Chor für das vielbeachtete Possibly Colliding Festival gegründet, standen Shards bereits mit Künstlern wie Anne Müller, nonkeen oder Stargaze auf der gleichen Bühne. Kurator Nils Frahm nahm sie für „All Melody“ mit nach Berlin und Sherlock-Komponist Michael Price kollaborierte mit ihnen auf „Tender Symmetry“. Jetzt tritt die Gruppe endgültig aus dem Schatten anderer Künstler hervor und veröffentlicht ihr erstes Album unter dem Namen Shards.

Die Leitung des zwölfköpfigen Vokalensembles übernahm Sänger, Komponist und Produzent Kieran Brunt. Er begibt sich mit den Stimmen auf eine Klangsuche, die abgesehen von spärlichen Einsätzen von Synthesizern und Percussions weitgehend ohne Hilfsmittel auskommt. „Letztlich kam es so, dass Shards nun fast völlig aus Freunden bzw. Freunden von Freunden besteht“, sagt Brunt zu dessen Genese. „Es sollten vor allem Sänger*innen seien, die sehr viel Persönlichkeit mitbringen – und die einfach offen sind für Experimente und komplett neue Dinge.“

Die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, gepaart mit einem nahezu familiären Gefühl von Vertrautheit ergibt auf „Find Sound“ reizvolle und berührende Momente zwischen Individuum und Kollektiv. Hört man genau hin, erkennt man das Vielfältige, das sich voneinander abhebt, behutsam wieder auffängt und erneut in andere Richtungen strebt.

VÖ: 30. August 2019 via Erased Tapes