Von Oliver Schröder, 07. Oktober 2019

Pixies, Sonic Youth und Dinosaur Jr. – Wäre die Bravo ein Indiemagazin, diese Bands wären die Starschnitte in den späten Achtzigern gewesen. Und die Wives hätten gut dazwischen gepasst. Jay Beach, Andrew Bailey, Alex Crawford und Adam Sachs kommen aus New York, sind unzufrieden und lassen ihre schlechte Laune ganz ungeniert an ihren Hörern aus. Bratziger Indierock wurde genau dafür erfunden.

In den frühen Neunzigern – im Zuge des Grunge-Hypes – wurden derartige Bands am laufenden Band veröffentlicht, vieles wurde übertrieben gehypt, noch mehr ging in der Masse einfach unter. Im Jahr 2019 ist ein Album wie „So Removed“ zwar kein Alleinstellungsmerkmal, aber es sorgt mit leicht larmoyanten DIY-Noisepop bei Fans der oben genannten Epigonen für ein Aufhorchen. “It’s picaresque – it’s almost a memoir, or auto-fiction, or maybe even speculative autobiography” versucht Frontmann Jay Beach seine Musik thematisch zu sortieren. Vielleicht ist es auch einfach nur Rockmusik, oder vielmehr ein schlagkräftiges Argument dafür, dass Gitarrenrock trotz aller Nachrufe beim besten Willen nicht kaputtzukriegen ist.

21.11.2019 Berlin – Urban Spree
22.11.2019 (AT) Wien – Fluc
25.11.2019 Hamburg – Aalhaus/Slot

VÖ: 04. Oktober 2019 via City Slang