Von Nico Beinke, 18. Oktober 2019

Erst einmal: „Forever Post Love“ ist ein fantastischer Songtitel. Jeder kennt es (oder besser; sollte es zumindest einmal kennengelernt haben), das Gefühl, wenn es wieder nicht geklappt hat, mit der großen Liebe. Jetzt hat dieses Gefühl einen Namen bekommen, und die dazu genau passende „Weltuntergangsstimmungs-Hymne“ gleich dazu.

Aber ein bisschen irreführend ist besagter Track, im Sinne der Gesamtstimmung des zweiten Albums, der beiden Songwriter und Produzenten Yeah But No, dann doch. Vielmehr stellt „Demons“ einen gelungenen Standard des gepflegten „Salon-Electro“, gar eine Hommage an Urväter wie Kraftwerk oder Depeche Mode – deutlich hörbar während „Run Run Run“, oder „In Disguise“, ohne aber in eine leicht unangenehme Mainstream-Ebene abzudriften. Die Dämonen („Demons“) werden zumeist subtil, und überwiegend im Lyrischen, bekämpft. Die Produktion schafft eine angenehme Distanz, wobei Fabian Kuss‘ Vortrag diese zu überbrücken weiß. „Impossible Place“ ist gerade durch den Gesang angenehm nahbar und gefühlig, nur im Kontext der restlichen Tracks wenig zielführend, wenn es darum ginge, einen Trademark-Sound zu beschreiben. Der ist durch die aktuelle Single „Run Run Run“ sicherlich passender repräsentiert.

„Demons“ ist sicher recht speziell, sehr Nische, da nur bedingt tanzbar und zuallerletzt der Party-Fraktion zugehörig, aber dafür angenehm zurückhaltend und dadurch jederzeit hörbar. Allerdings wenig geeignet, sich darin zu verlieren, oder gar in einen unerforschten Klang-Kosmos abzutauchen.

21.11.2019 Berlin – Kater Blau
10.02.2020 Stuttgart – Galao
11.02.2020 Göttingen – Dots
12.02.2020 Jena – Kassablanca
13.02.2020 Darmstadt – Schlosskeller
14.02.2020 Wuppertal – 0 2 0 2
15.02.2020 Leipzig – Moritzbastei
17.02.2020 München – Zehner
18.02.2020 (AT) Wien – Chelsea

VÖ: 18. Oktober 2019 via Sinnbus Records