Von André Habermann, 26. November 2020

Ü40. Endlich kann man ungeniert so Sachen wie Tom Petty und Bruce Springsteen hören. Und seit The War On Drugs mit ihren Alben „Lost in the Dream“ und „A Deeper Understanding“ den sogenannten Dad Rock auch in der jüngeren Generation etabliert haben, muss man sich als betagter Hörer auch gar nicht mehr merkwürdig vorkommen. Der Dad Rock war angekommen. Auch in Hamburg: M. Byrd heißt der junge Herr aus der Hansestadt, der vor einiger Zeit sein erstes Liedgut namens „Mountain“ veröffentlicht hat, dessen dazugehöriges Video heute Premiere feiert. Ein tolles Stück Musik, welches sich im oben genannten Genre sehr wohl zu fühlen vermag. Sympathisch, leichtgängig und merkwürdig vertraut.

Ein kurzer Schwank aus der Legende: Alles beginnt im Tourbus bei Ilgen-Nur. Auf ihrer „Power-Nap-Tour“ spielt M. Byrd 2019 Bass. Und ihr und dem Rest der Band der irgendwo zwischen Amsterdam und Paris seine Songskizzen übers Autoradio vor. Die Reaktion auf die diese Skizzen ist der Anstoß, den es manchmal braucht, um die Dinge ins Rollen zu bringen. Einhellige Meinung: Er müsse was draus machen, aus dieser Musik, aus seiner Stimme. Und das hat er.

Für nächstes Jahr ist eine erste EP (via Euphorie) geplant, die M. Byrd – sofern es die Lage wieder zulässt – sogar auf eine europaweite Konzertreise befördern wird. Na, dann hoffen wir mal auf das Beste.

VÖ: 26. November 2020 via Euphorie