Von André Habermann, 10. September 2019

Anfang des Jahres bescherte uns die Wiener Formation Culk sieben dunkle Obsessionen in Form ihres mitreißenden und herausfordernden Debüts. Nun meldet sich das Quartett mit neuem Liedgut zurück. In ihrem aktuellen Stück „Ruinen“ arbeitet sich die Band an den großen Themen ab und klagt an. Kommentiert wird der Inhalt wie folgt:

Unter geringstem Widerstand konnte er stets alles erreichen. Der Protagonist hat die ihm aufgrund seines Geschlechts, seiner Herkunft und seiner Hautfarbe zugedachte Rolle als erfolgreicher Mann in der Gesellschaft eingenommen. Durch seine privilegierte Stellung musste er nie reflektieren und sich nie die Frage stellen, wer er ohne Beruf, Eigentum und gesellschaftliche Stellung wirklich ist. Schließlich verkennt er jedoch das Ausmaß seiner Macht – und im Zuge dessen die körperliche Grenze gegenüber einer Frau. Die daraus resultierenden Konsequenzen erschüttern sein Selbst – und Weltbild. Er wird zur Reflektion und zur Beantwortung der Frage, was hinter seiner „Maske“ steckt, gezwungen.

Vertonte Gesellschaftskritik mit aggressiven Klängen und bildgewaltigem Video. Auch Löws schwermütig getragener Gesang unternimmt eine ungewohnte Reise: Von Gesang zu gesprochenem Wort, hin zu einem ekstatischen Ausbruch. Violenz Galore! In Bälde sind Culk auch wieder unterwegs und werden ihr Schaffen auf diversen Bühnen (Festivals und Clubs) vortragen.

18.09.2019 Hamburg – Reeperbahn Festival
20.09.2019 Celle – MS Loretta
21.09.2019 Berlin – Unterholz am Oberbaum Festival
16.10.2019 Mainz – Schon Schön
17.10.2019 Ulm – Hudson Bar
18.10.2019 (AT) Dornbirn – Spielboden

VÖ: 06. September 2019 via Siluh Records