Von André Habermann, 08. Oktober 2020

Nach Krawall, herrlich verschallerter Lyrik und dem Nachfolgewerk „Ghost“ (Zitat: zehn variantenreiche Knaller und Kirmes) melden sich die Working Star Heroes namens Kala Brisella mit Album Nummer drei zurück. Ok, nicht ganz. Der erste Vorbote wurde bereits Ende August geleakt. Voll verpeilt, sorry. Dafür gibt es heute mit „Dark Star“ die zweite Post-Pop-Perle auf die Ohren (und Äuglein). So ein bisschen, als würden Ideal und Bowie im Proberaum miteinander knutschen. Gefällt!

Zu finden sind die zwei Stücke auf dem kommenden Werk „Lost in Labour“, welches am 13. November über das geschmackssichere Label Tapete Records veröffentlicht wird. Aufgenommen wurden die elf Songs in selbstgewählter Isolation: Für 14 Tage quartierte sich die Band um Anja Müller, Dennis Deter und Jochen Haker in einer verlassenen Brandenburger Dorfschule nahe der polnischen Grenze ein. In der dörflichen Einsamkeit zwischen Wisenten und Windrädern sangen Kala Brisella von Sternenfahrten, dem Traum einer grundlegenden gesellschaftlichen Veränderung und dem Gefühl, sich irgendwo zwischen Leben und Labour verloren zu haben: „We are lost in labour. We are lost in art.“

VÖ: 13. November 2020 via Tapete Records