Von Lennard Göttner, 01. Mai 2020

Entschleunigend und atmosphärisch. Klassische Streicher-Arrangements anstelle von energiegeladenen Drums. Pêtr Aleksänder nehmen mit „Clouds In The Mirror“ die wohl wesentlichsten und signifikantesten Elemente einer der wahrscheinlich größten und bekanntesten Shoegazing-Bands: Ride.

Nach knapp 20-jährigem Stillstand meldeten sich die Briten 2014 mit ihrem Bandnamen auf einem riesigen, anonymen Poster beim Primavera Sound Festival in Barcelona zurück. Noch am selben Tag wurde die Reunion des Quartetts bestätigt. Ein Studioalbum später stand dann „This Is Not A Safe Place“ auf dem Markt, dessen Neuinterpretation sich das Londoner-Duo Pêtr Aleksänder nun annahm. Pêtr Aleksänder, das sind Tom Hobden, Violinist von Noah & The Whale und Eliot James, Produzent von Two Door Cinema Club.

Das musikalische Zweigespann präsentiert mit „Clouds In The Mirror“ zwölf Songs, die in ein völlig neues Gewand gekleidet wurden. Lediglich die Vocalspuren der Original-Version von Andy Bell und Mark Gardener wurden übernommen. Und obwohl Hobden und James auf die gewohnt kraftvollen, energiegeladenen und signifikanten Drums von Ride nahezu komplett verzichtet haben funktioniert das Werk wirklich wirklich. Die Kombination aus Klassik und Synthesizern harmoniert bemerkenswert und schafft damit einen hoch innovativen und originellen Sound. Über das Reimagination-Projekt sagt Rides Andy Bell Folgendes:

Pêtr Aleksänder took our album’s vocal tracks and formed an entirely new album around them, and the results are inspired, often really beautiful, and at times, totally mental. They have crafted a delicate web of string and synthesiser arrangements which draws you into a whole other world than our version of the album. I love what they’ve created.

VÖ: 01. Mai 2020 via PIAS